Neben den großen Gruppen gibt es weitere Wirkstoffe in der Behandlung psychischer Erkrankungen: Antidementiva, Mittel bei Alkohol- und Opioidabhängigkeit, Rauchentwöhnung, Betablocker und weitere. Hier steht ein Überblick.
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Schmerzmittel lindern Schmerzen auf unterschiedlichen Wegen. Es gibt rezeptfreie Mittel, starke Opioide und Medikamente, die eigentlich für andere Erkrankungen entwickelt wurden und Nervenschmerzen lindern. Jede Gruppe hat eigene Risiken.
ADHS-Medikamente verbessern Aufmerksamkeit, Impulskontrolle und Unruhe. Es gibt Stimulanzien und Nicht-Stimulanzien. Sie werden ärztlich eingestellt und regelmäßig kontrolliert.
Beruhigungs- und Schlafmittel wie Benzodiazepine und Z-Substanzen wirken schnell, können aber schon nach wenigen Wochen abhängig machen. Sie sind nur für kurze Zeit gedacht und dürfen nicht abrupt abgesetzt werden.
Stimmungsstabilisierer beugen vor allem bei der bipolaren Störung neuen Phasen vor. Wichtige Wirkstoffe sind Lithium, Valproat, Lamotrigin und Carbamazepin. Sie erfordern regelmäßige Kontrollen.
Antipsychotika (Neuroleptika) werden vor allem bei Psychosen und Schizophrenie, bei Manien und teilweise bei starker Unruhe oder ausgewählten Depressionen eingesetzt. Sie können Nebenwirkungen wie Gewichtszunahme haben und müssen regelmäßig kontrolliert werden.
Antidepressiva sind Medikamente, die vor allem bei Depressionen und Angsterkrankungen eingesetzt werden. Sie machen nicht abhängig, wirken aber meist erst nach einigen Wochen und sollten nie abrupt abgesetzt werden.
Komplementäre Verfahren wie Johanniskraut, Akupunktur, Entspannung oder Achtsamkeit werden ergänzend zur Schulmedizin eingesetzt. Ihre Wirkung ist sehr unterschiedlich gut belegt, und manche haben Wechselwirkungen mit Medikamenten.
Neurostimulationsverfahren wie die Elektrokonvulsionstherapie (EKT) und die repetitive transkranielle Magnetstimulation (rTMS) beeinflussen die Hirnaktivität mit elektrischen oder magnetischen Impulsen. Sie werden bei schweren, therapieresistenten Erkrankungen eingesetzt.