1. Start
    1. Über mich
    2. Übers Forum
    3. Autorenseite
  2. Forum
    1. Unerledigte Themen
    2. Partner
  3. Wissenswelt
    1. Artikel
    2. Lexikon
      1. Letzte Änderungen
  4. Selbsttests
  5. Hilfe & Angebote
    1. Support
    2. Notfallseiten
    3. Linkliste
    4. FAQ
  • Anmelden
  • Registrieren
  •  Stil ändern
  • Suche
Lexikon
  • Alles
  • Artikel
  • Seiten
  • Forum
  • FAQ
  • Umfragen
  • Linkliste
  • Lexikon
  • Erweiterte Suche
Sonntag: 01 November 2026
  • Wir freuen uns sehr dass du diese Webpräsenz gefunden hast, leider bist du nicht angemeldet und kannst daher diese Plattform nur eingeschränkt benutzen. Möchtst Du die volle Vielfalt unserer Community erleben, so registriere dich jetzt kostenlos & unverbindlich oder melden sich mit Ihren Benutzerdaten an.

    Anmelden Registrieren
    1. Selbsthilfeforum für psychische Erkrankungen | Seelenfarben
    2. Lexikon

    Neurostimulation (EKT, rTMS)

    • Shalin
    • 1. November 2026 um 00:13
    • 1. November 2026 um 00:42
    • 11 mal gelesen
    • Eintrag
    • Bewertungen 0
    • Neurostimulationsverfahren wie die Elektrokonvulsionstherapie (EKT) und die repetitive transkranielle Magnetstimulation (rTMS) beeinflussen die Hirnaktivität mit elektrischen oder magnetischen Impulsen. Sie werden bei schweren, therapieresistenten Erkrankungen eingesetzt.

      Zitat

      ⚠️ Dieser Artikel ersetzt keine ärztliche oder therapeutische Beratung.

      Letzte Prüfung: 01.11.2026

      1 Was ist das?

      Bei der Neurostimulation wird die Aktivität bestimmter Hirnregionen gezielt beeinflusst:

      • Elektrokonvulsionstherapie (EKT): Unter Kurznarkose und Muskelentspannung wird mit kurzen Stromimpulsen ein kontrollierter, therapeutischer Krampfanfall im Gehirn ausgelöst. Sie ist keine Strafe und hat nichts mit den Darstellungen in Filmen zu tun.
      • Repetitive transkranielle Magnetstimulation (rTMS): Eine Magnetspule am Kopf erzeugt wiederholte Magnetimpulse, die Nervenzellen in bestimmten Hirnbereichen anregen. Keine Narkose nötig.
      • Weitere Verfahren (z. B. tDCS, Vagusnervstimulation, Tiefe Hirnstimulation) werden in besonderen Situationen oder im Rahmen von Studien eingesetzt.

      2 Ablauf

      EKT:

      • vorherige Untersuchungen (körperlich, Narkosefähigkeit) und Aufklärung mit schriftlicher Einwilligung
      • Behandlung mehrmals pro Woche über einige Wochen, jeweils in Narkose, mit Überwachung. Sie dauert wenige Minuten, anschließend kurze Erholungsphase.
      • danach oft Erhaltungstherapie, mit Medikamenten oder weiteren EKT-Sitzungen

      rTMS:

      • tägliche Sitzungen über mehrere Wochen, ambulant, jeweils etwa 20 bis 40 Minuten
      • Sie sitzen wach im Stuhl. Beim Impuls ist ein Klopfen am Kopf zu spüren.

      3 Für wen ist es geeignet?

      • EKT: schwere Depressionen, besonders wenn Medikamente und Psychotherapie nicht geholfen haben, bei Wahn, starker Suizidalität, Nahrungsverweigerung, bestimmten Formen der Katatonie und schweren Manien
      • rTMS: Depressionen, die auf mehrere Medikamente nicht ausreichend angesprochen haben, bei Patienten, die Medikamente nicht vertragen

      Welche Verfahren infrage kommen, entscheidet eine Fachklinik nach sorgfältiger Untersuchung. Ausschlussgründe und Risiken werden individuell geprüft.

      4 Wirksamkeit und Evidenz

      Die EKT gilt bei schweren, behandlungsresistenten Depressionen als eine der wirksamsten Behandlungen, mit häufig raschem Ansprechen auch bei sonst schwer behandelbaren Verläufen. Nach einer erfolgreichen Akutbehandlung ist eine Weiterbehandlung wichtig, um Rückfällen vorzubeugen. Die rTMS ist bei Depression wirksam, in der Regel weniger stark als die EKT, dafür gut verträglich. Leitlinien empfehlen beide Verfahren bei entsprechender Indikation.

      5 Kosten und Zugang

      • Die Kosten für EKT trägt bei medizinischer Notwendigkeit die Krankenkasse im Rahmen einer stationären oder teilstationären Behandlung.
      • Bei rTMS hängt die Kostenübernahme von der Indikation und der jeweiligen Kasse ab. Vorher bei Klinik oder Kasse nachfragen. Angeboten wird sie vor allem in Universitätskliniken und spezialisierten Zentren, teilweise mit Wartezeit.
      • Aufklärung und Einwilligung sind immer erforderlich. Man kann Fragen stellen und die Zustimmung jederzeit zurückziehen.

      6 Grenzen und Risiken

      • EKT: mögliche Nebenwirkungen sind Kopfschmerzen, Übelkeit, Muskelschmerzen, vorübergehende Verwirrtheit sowie Gedächtnisstörungen, die meist abklingen, in seltenen Fällen aber länger anhalten können. Dazu kommen die Risiken der Narkose.
      • rTMS: mögliche Nebenwirkungen sind Kopfschmerzen, Missempfinden an der Kopfhaut und, sehr selten, ein Krampfanfall.
      • Nicht jede Person spricht an. Der Effekt hält nicht dauerhaft ohne Weiterbehandlung an.
      • Nicht geeignet bei bestimmten körperlichen Erkrankungen oder Implantaten. Das wird vorher geprüft.

      7 Quellen

      • S3-Leitlinie Unipolare Depression (Nationale VersorgungsLeitlinie): Empfehlungen zu EKT und rTMS
      • Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN)
      • Informationen der Bundesärztekammer zur Durchführung der Elektrokonvulsionstherapie
    Derzeit sind keine Bewertungen für diesen Eintrag vorhanden.

    Teilen

    • Vorheriger Eintrag Mentalisierungsbasierte Therapie (MBT)
    • Nächster Eintrag Paar- und Familientherapie
    • Änderungsprotokoll

    Inhaltsverzeichnis

    • 1 Was ist das?
    • 2 Ablauf
    • 3 Für wen ist es geeignet?
    • 4 Wirksamkeit und Evidenz
    • 5 Kosten und Zugang
    • 6 Grenzen und Risiken
    • 7 Quellen

    Kategorien

    1. Psychische Erkrankungen 97
    2. Körperliche Erkrankungen 60
    3. Therapie- und Behandlungsmöglichkeiten 29
    4. Medikamente 170
      1. Antidepressiva 41
      2. Antipsychotika 41
      3. Stimmungsstabilisierer 6
      4. Beruhigungs- und Schlafmittel 35
      5. ADHS-Medikation 8
      6. Schmerzmittel 24
      7. Sonstige Wirkstoffgruppen 17
      8. Absetzen und Wechselwirkungen 1
    5. Orientierung und Alltag 91
      1. Begriffe von A bis Z (Glossar) 1
      2. Diagnostik 51
      3. Rechte und Sozialrecht 16
      4. Therapeutensuche und Wartezeiten 1
      5. Krisen und Notfallhilfe 1
      6. Für Angehörige 21
    1. Impressum
    2. Support
    3. Kontakt
    4. Nutzungsbedingungen
    5. Forenregeln
    6. Datenschutzerklärung
    7. Medizinischer Disclaimer
    8. Haftungsausschluss
    9. Forenübersicht

    🆘 In einer Krise? Telefonseelsorge: 0800 111 0 111 (kostenlos, 24/7) oder 0800 111 0 222 (kostenlos, 24/7) | Weitere Hilfsangebote → Findest du hier

    Color Drop Design coded & layout by Gino Zantarelli 2024-2025©
    Anpassung an WoltLab Suite™ 6.2 durch Sonlong Community 2026
    Informationen zur Konversation im Editor von norse
    WBB: Copyrightwarnung bei Dateianhängen von norse
    Beschränkung der letzten Aktivitäten von norse
    Kennzeichnung automatisch deaktivierter Benutzerkonten von norse
    Gruppenrecht für die Suche von norse
    Geschlechtericon in der Beitragsseitenleiste von norse
    Markierung abonnierter Themen von norse
    Informationen zum Thema im Editor von norse
    © 2026 Selbsthilfeforum für psychische Erkrankungen | Seelenfarben – selbsthilfeforum-seelenfarben.de
    Lexikon 7.2.6, entwickelt von www.viecode.com
    Community-Software: WoltLab Suite™ 6.2.8