Zitat⚠️ Dieser Artikel gibt allgemeine Informationen und ersetzt keine ärztliche Beratung. Medikamente bitte nie eigenmächtig ändern oder absetzen. Dosierungen nennen wir bewusst nicht.
Letzte Prüfung: 01.11.2026
1 Kurzüberblick
In den Wechseljahren stellen die Eierstöcke ihre Hormonproduktion um. Die Regelblutung wird unregelmäßig und endet. Die Phase dauert oft mehrere Jahre.
2 Symptome
- Hitzewallungen, Schweißausbrüche
- Schlafstörungen, Herzklopfen
- Stimmungsschwankungen, Reizbarkeit, Konzentrationsprobleme
- trockene Schleimhäute, Gelenkschmerzen
3 Ursachen und Risikofaktoren
- sinkende Spiegel von Östrogen und Progesteron
- Veranlagung, Lebensstil, Vorerkrankungen
- früher Beginn nach Operation oder Therapie möglich
4 Diagnostik
- Gespräch zu Zyklus und Beschwerden
- Hormonbestimmung nur in unklaren Fällen
- Ausschluss anderer Ursachen, z. B. Schilddrüse
5 Behandlung
- Aufklärung, Bewegung, Schlafhygiene, Entspannung
- Hormontherapie nach individueller Abwägung
- pflanzliche und nichthormonelle Mittel gegen Hitzewallungen
- Behandlung von Scheidentrockenheit, Knochenschutz
6 Verlauf und Prognose
Die Beschwerden klingen meist nach einigen Jahren ab. Danach sind Knochen- und Herzgesundheit besonders im Blick zu behalten.
7 Körper und Seele
- Stimmungsschwankungen und Depression treten in dieser Phase gehäuft auf
- Schlafstörungen verstärken Gereiztheit und Ängste
- Eine Depression ist nicht „nur Wechseljahre“ und sollte behandelt werden
8 Tipps für Angehörige
- Zuhören, ernst nehmen und nicht bewerten
- Bei Terminen begleiten, Fragen mitnotieren und praktische Hilfe im Alltag anbieten
- Verständnis für Schwankungen von Tagesform und Belastbarkeit zeigen
- Auf die eigenen Grenzen achten und selbst Unterstützung suchen, zum Beispiel in Angehörigengruppen
9 Hilfe im Notfall
- starke Blutungen, Blutungen nach der Menopause: zeitnah ärztlich abklären
- Suizidgedanken: Telefonseelsorge 0800 111 0 111, Notruf 112
- Akute Gefahr oder Notfall: Notruf 112
- Ärztlicher Bereitschaftsdienst: 116 117
- Telefonseelsorge bei seelischer Krise: 0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222 (kostenlos, rund um die Uhr)
10 Quellen
- S3-Leitlinie Peri- und Postmenopause (AWMF)
- Deutsche Menopause Gesellschaft
- Internationale Klassifikation der Krankheiten (ICD), Weltgesundheitsorganisation