Zitat⚠️ Dieser Artikel erklärt Verfahren allgemein und ersetzt keine ärztliche oder psychotherapeutische Beratung. Eine Diagnose stellen nur Fachleute nach einer persönlichen Untersuchung.
Letzte Prüfung: 01.11.2026
1 Worum geht es?
Manche erleben Erleichterung, weil Beschwerden einen Namen haben. Andere erschrecken, schämen sich oder haben Angst vor Vorurteilen. Eine Diagnose beschreibt eine Erkrankung, sie ist nicht dein Wert und nicht deine ganze Identität.
2 Wann wird das eingesetzt?
- nach der Besprechung der Diagnose und beim Lesen des Arztbriefs
- wenn du unsicher bist, wem du davon erzählen sollst
3 So läuft es ab
- Fragen in Ruhe stellen: Was bedeutet die Diagnose, was folgt daraus, wie sieht die Behandlung aus?
- Informationen aus verlässlichen Quellen lesen, zum Beispiel von Fachgesellschaften und Selbsthilfeorganisationen
- Vertrauenspersonen einbeziehen, bei Bedarf Selbsthilfe und Beratung nutzen
- Entscheiden, wem du wann davon erzählst
4 Aussagekraft und Grenzen
- Stigma und Vorurteile gibt es leider weiterhin
- Eine Diagnose kann sich im Verlauf ändern
- Informationen im Internet sind oft unzuverlässig und verunsichern
5 Kosten und Zugang
Beratung und Austausch sind in Selbsthilfegruppen und Beratungsstellen meist kostenlos. Psychotherapie kann helfen, mit der Diagnose umzugehen.
6 Tipps
- Du darfst Zeit brauchen und noch einmal nachfragen
- Nutze Selbsthilfegruppen und Angehörigenberatung
- Bei starken Ängsten oder Suizidgedanken sofort Hilfe holen (Telefonseelsorge 0800 111 0 111)
7 Quellen
- S3-Leitlinien der AWMF zur jeweiligen Erkrankung
- Nationale Kontakt- und Informationsstelle zur Anregung und Unterstützung von Selbsthilfegruppen (NAKOS)
- Internationale Klassifikation der Krankheiten (ICD), Weltgesundheitsorganisation