Zitat⚠️ Dieser Artikel erklärt Verfahren allgemein und ersetzt keine ärztliche oder psychotherapeutische Beratung. Eine Diagnose stellen nur Fachleute nach einer persönlichen Untersuchung.
Letzte Prüfung: 01.11.2026
1 Worum geht es?
Einige Antidepressiva, Antipsychotika und andere Mittel können die QT-Zeit verlängern und selten gefährliche Herzrhythmusstörungen auslösen. Deshalb wird vor und während der Behandlung ein EKG geschrieben, besonders bei Risiken.
2 Wann wird das eingesetzt?
- vor Beginn bestimmter Psychopharmaka und bei Dosisänderungen
- bei Herzerkrankungen, Herzrasen, Ohnmacht oder familiärer Vorbelastung
3 So läuft es ab
- Ruhe-EKG: Elektroden auf der Brust, wenige Minuten, schmerzlos
- Langzeit-EKG über 24 Stunden bei Rhythmusstörungen
- Beurteilung der Herzfrequenz, des Rhythmus und der QT-Zeit, ggf. Elektrolytkontrolle
4 Aussagekraft und Grenzen
- Ein einzelnes EKG zeigt nur einen Moment
- Bei Auffälligkeiten ist eine kardiologische Abklärung sinnvoll
5 Kosten und Zugang
Untersuchungen mit medizinischer Notwendigkeit sind Kassenleistungen. Sie werden über die Haus- oder Facharztpraxis veranlasst, teils mit Überweisung.
6 Tipps
- Alle Medikamente und Herzbeschwerden nennen
- Herzrasen, Ohnmacht oder Herzstolpern sofort melden
7 Quellen
- Internationale Klassifikation der Krankheiten (ICD), Weltgesundheitsorganisation
- S3-Leitlinien der AWMF zur jeweiligen Erkrankung
- Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN)