Zitat⚠️ Dieser Artikel erklärt Verfahren allgemein und ersetzt keine ärztliche oder psychotherapeutische Beratung. Eine Diagnose stellen nur Fachleute nach einer persönlichen Untersuchung.
Letzte Prüfung: 01.11.2026
1 Worum geht es?
Beim Elektroenzephalogramm (EEG) werden Elektroden auf der Kopfhaut befestigt. Gemessen wird die Aktivität im Ruhezustand, oft auch bei Augenöffnen, Lichtreizen und tiefem Atmen.
2 Wann wird das eingesetzt?
- bei Verdacht auf Epilepsie oder Anfälle
- bei Verwirrtheit, Delir, Bewusstseinsstörungen oder unklaren Wesensänderungen
- vor Medikamenten, die die Krampfschwelle beeinflussen, und bei Verlaufskontrollen
3 So läuft es ab
- Elektroden werden mit Haube oder Paste angebracht
- Messung im Liegen oder Sitzen etwa 20 bis 30 Minuten, schmerzlos
- Gegebenenfalls Schlafentzugs-EEG oder Langzeit-EEG
- Befund durch Neurologie oder Psychiatrie
4 Aussagekraft und Grenzen
- Ein unauffälliges EEG schließt Epilepsie nicht sicher aus
- Medikamente und Müdigkeit können das Bild verändern
5 Kosten und Zugang
Untersuchungen mit medizinischer Notwendigkeit sind Kassenleistungen. Sie werden über die Haus- oder Facharztpraxis veranlasst, teils mit Überweisung.
6 Tipps
- Haare gewaschen und ohne Haarprodukte kommen
- Medikamente nennen und Anweisungen zum Schlaf vor der Untersuchung beachten
7 Quellen
- Internationale Klassifikation der Krankheiten (ICD), Weltgesundheitsorganisation
- S3-Leitlinien der AWMF zur jeweiligen Erkrankung
- Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN)