Zitat⚠️ Dieser Artikel erklärt Verfahren allgemein und ersetzt keine ärztliche oder psychotherapeutische Beratung. Eine Diagnose stellen nur Fachleute nach einer persönlichen Untersuchung.
Letzte Prüfung: 01.11.2026
1 Worum geht es?
Gutachterinnen und Gutachter sind nicht deine Behandelnden. Sie beantworten Fragen eines Auftraggebers, etwa einer Rentenversicherung, eines Gerichts oder einer Behörde. Das Gutachten ist keine Behandlung.
2 Wann wird das eingesetzt?
- bei Anträgen auf Erwerbsminderungsrente, Reha, Pflegegrad oder Schwerbehinderung
- bei Rechtsstreitigkeiten, Betreuungsverfahren oder Berufsunfähigkeit
3 So läuft es ab
- Einladung zum Gutachtertermin, oft mehrere Stunden
- Gespräch, Untersuchung, gegebenenfalls Tests und Auswertung von Akten
- schriftliches Gutachten an den Auftraggeber
4 Aussagekraft und Grenzen
- Das Ergebnis kann anders ausfallen als erhofft, wichtig ist die Zusammenarbeit
- Die Begegnung ist kurz, deshalb zählen gute Unterlagen
- Gutachten werden teils geprüft und können angefochten werden
5 Kosten und Zugang
Die Kosten trägt der Auftraggeber. Für dich entstehen in der Regel keine Kosten, Fahrtkosten werden oft erstattet.
6 Tipps
- Pünktlich kommen, alle Unterlagen und Medikamentenliste mitbringen
- Beschreibe ehrlich und konkret, wie sich die Erkrankung im Alltag auswirkt
- Auf Wunsch eine Begleitperson mitnehmen und das Gutachten einsehen
7 Quellen
- Sozialgesetzbuch (SGB) VI, IX in der jeweils geltenden Fassung
- Informationen der Deutschen Rentenversicherung zu Begutachtungen
- Internationale Klassifikation der Krankheiten (ICD), Weltgesundheitsorganisation