Zitat⚠️ Dieser Artikel erklärt Verfahren allgemein und ersetzt keine ärztliche oder psychotherapeutische Beratung. Eine Diagnose stellen nur Fachleute nach einer persönlichen Untersuchung.
Letzte Prüfung: 01.11.2026
1 Worum geht es?
Die ICD (International Classification of Diseases) wird von der Weltgesundheitsorganisation herausgegeben. Psychische Erkrankungen stehen in der ICD-10 im Kapitel F, in der ICD-11 in einem eigenen Kapitel. Die Codes helfen Fachleuten und Kassen bei der Verständigung.
2 Wann wird das eingesetzt?
- in Arztbriefen, Befunden und Krankschreibungen
- für Abrechnung und Statistik
3 So läuft es ab
- Die Diagnose wird anhand festgelegter Kriterien gestellt: Art, Dauer und Ausmaß der Beschwerden
- Beispiele für Codes: F32 depressive Episode, F41 Angststörungen, F20 Schizophrenie
- Die ICD-11 ist international in Kraft. In Deutschland richtet sich der Einführungszeitpunkt nach gesetzlichen Vorgaben. Aktuell wird vielfach noch die deutsche Fassung der ICD-10 verwendet.
4 Aussagekraft und Grenzen
- Ein Code beschreibt eine Kategorie, nicht den einzelnen Menschen
- Die Kriterien können sich zwischen ICD-10 und ICD-11 unterscheiden
5 Kosten und Zugang
Gespräche und Untersuchungen in Praxen und Kliniken sind Kassenleistungen, wenn sie medizinisch notwendig sind. Termine vermittelt auch die Terminservicestelle der Kassenärztlichen Vereinigung (116 117).
6 Tipps
- Frag nach, wenn du einen Code oder eine Bezeichnung nicht verstehst
- Eine Diagnose ist ein Arbeitsbegriff, kein Urteil über dich
7 Quellen
- Internationale Klassifikation der Krankheiten (ICD), Weltgesundheitsorganisation
- Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM): ICD-Klassifikationen