Zitat⚠️ Dieser Artikel gibt allgemeine Informationen und ersetzt keine ärztliche, therapeutische oder rechtliche Beratung.
Letzte Prüfung: 01.11.2026
1 Worum geht es?
Essstörungen wie Magersucht, Bulimie und Binge-Eating sind ernste psychische Erkrankungen. Sie betreffen Essverhalten, Körperbild und Selbstwert. Früh erkannt, bessern sie sich oft gut.
2 Was Angehörige oft erleben
- Angst um die Gesundheit
- Streit um Mahlzeiten und Kontrolle
- Hilflosigkeit, Schuldgefühle (die Familie ist nicht die Ursache)
- Anpassung des Familienlebens an Essverhalten
3 Was hilft
- Sorge ruhig und konkret ansprechen, ohne Vorwürfe
- professionelle Hilfe früh suchen
- gemeinsame Mahlzeiten entspannt gestalten
- gesprächsbereit bleiben, auch wenn die Person abwehrt
4 Was nicht hilft
- Kommentare zu Gewicht, Figur oder Essmenge
- Zwang, Drohung, Kontrolle bei jedem Bissen
- Diäten oder Körperthemen im Haushalt betonen
- die Erkrankung als Willenssache sehen
5 Praktische Tipps
- Hausarztpraxis oder Beratungsstelle als erste Anlaufstelle nutzen
- bei Kindern und Jugendlichen familienbasierte Behandlung nutzen
- körperliche Warnzeichen beachten und ärztlich abklären lassen
6 Auf dich selbst achten
- Eigenes Wohlbefinden schützen
- Austausch mit anderen Angehörigen
- Rat bei Beratungsstellen holen
7 Wo gibt es Hilfe?
- Hausarztpraxis, Psychiatrie und Psychotherapie als erste Ansprechstellen
- Angehörigengruppen und Selbsthilfekontaktstellen (Suche über NAKOS)
- Bundesverband der Angehörigen psychisch erkrankter Menschen (BApK) und regionale Landesverbände
- Psychosoziale Beratungsstellen, Sozialpsychiatrische Dienste und Pflegestützpunkte
8 In akuten Situationen
- Ohnmacht, Herzrasen, starkes Untergewicht oder Suizidgedanken: Notruf 112
- Ärztlicher Bereitschaftsdienst: 116 117
- Notruf: 112
- Ärztlicher Bereitschaftsdienst: 116 117
- Telefonseelsorge: 0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222 (kostenlos, rund um die Uhr)
9 Quellen
- S3-Leitlinie Diagnostik und Behandlung der Essstörungen (AWMF)
- Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, Essstörungen
- Internationale Klassifikation der Krankheiten (ICD), Weltgesundheitsorganisation