Zitat⚠️ Dieser Artikel gibt allgemeine Informationen und ersetzt keine ärztliche Beratung. Medikamente bitte nie eigenmächtig ändern oder absetzen. Dosierungen nennen wir bewusst nicht.
Letzte Prüfung: 01.11.2026
1 Kurzüberblick
Der Blutzucker ist dauerhaft erhöht, weil der Körper Insulin schlechter nutzt und später zu wenig bildet. Typ-2-Diabetes entwickelt sich meist langsam und ist häufig mit Übergewicht verbunden.
2 Symptome
- Durst, häufiges Wasserlassen, Müdigkeit
- Sehstörungen, schlecht heilende Wunden, Infektionen
- Heißhunger oder Gewichtsabnahme
- oft zunächst ohne Beschwerden
3 Ursachen und Risikofaktoren
- familiäre Veranlagung
- Übergewicht, Bauchfett, Bewegungsmangel
- ungünstige Ernährung, höheres Alter
- Schwangerschaftsdiabetes in der Vorgeschichte
4 Diagnostik
- Nüchternblutzucker, Glukosetoleranztest, HbA1c
- Urin- und Blutuntersuchungen
- regelmäßige Kontrollen von Augen, Nieren, Füßen und Nerven
5 Behandlung
- Gewichtsreduktion, Bewegung, Ernährungsumstellung, Schulung
- Medikamente wie Metformin und weitere Wirkstoffe, bei Bedarf Insulin
- Blutzuckerselbstkontrolle nach ärztlicher Empfehlung
- Behandlung von Blutdruck und Blutfetten
6 Verlauf und Prognose
Mit guter Einstellung lassen sich Folgeerkrankungen an Augen, Nieren, Nerven und Herz stark vermindern. In frühen Stadien kann eine Gewichtsabnahme den Diabetes teils zurückdrängen.
7 Körper und Seele
- Depression ist bei Diabetes häufiger und verschlechtert die Blutzuckerkontrolle
- Diabetes-Distress, also Erschöpfung durch die Daueraufgabe, ist häufig
- Manche Antipsychotika und Antidepressiva beeinflussen Gewicht und Blutzucker. Das gehört in die ärztliche Abstimmung.
8 Tipps für Angehörige
- Zuhören, ernst nehmen und nicht bewerten
- Bei Terminen begleiten, Fragen mitnotieren und praktische Hilfe im Alltag anbieten
- Verständnis für Schwankungen von Tagesform und Belastbarkeit zeigen
- Auf die eigenen Grenzen achten und selbst Unterstützung suchen, zum Beispiel in Angehörigengruppen
9 Hilfe im Notfall
- extremer Durst, Erbrechen, Verwirrtheit, Fruchtgeruch des Atems: dringend ärztlich abklären
- Bewusstlosigkeit oder starke Verwirrung: Notruf 112
- Akute Gefahr oder Notfall: Notruf 112
- Ärztlicher Bereitschaftsdienst: 116 117
- Telefonseelsorge bei seelischer Krise: 0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222 (kostenlos, rund um die Uhr)
10 Quellen
- Nationale VersorgungsLeitlinie Typ-2-Diabetes (AWMF)
- Deutsche Diabetes Gesellschaft, diabetesDE
- Internationale Klassifikation der Krankheiten (ICD), Weltgesundheitsorganisation