Zitat⚠️ Dieser Artikel erklärt Verfahren allgemein und ersetzt keine ärztliche oder psychotherapeutische Beratung. Eine Diagnose stellen nur Fachleute nach einer persönlichen Untersuchung.
Letzte Prüfung: 01.11.2026
1 Worum geht es?
Die Diagnose folgt einem mehrstufigen Vorgehen. Wichtig ist, dass die Symptome seit der Kindheit in mehreren Lebensbereichen bestehen und andere Ursachen wie Hörstörungen, Schlafmangel, Angst oder Lernstörungen ausgeschlossen werden.
2 Wann wird das eingesetzt?
- bei anhaltender Unruhe, Ablenkbarkeit und Impulsivität in Familie und Schule
- wenn Schule oder Gleichaltrige Probleme melden
3 So läuft es ab
- Gespräche mit Eltern, Kind und Lehrkräften, Fragebögen und Verhaltensbeobachtung
- körperliche Untersuchung, Hör- und Sehtest
- Entwicklungs-, Intelligenz- und Leistungstests
- Besprechung der Diagnose und Beratung zu Hilfen in Familie, Schule und Behandlung
4 Aussagekraft und Grenzen
- Das Verhalten ist stark situationsabhängig
- ADHS wird oft überdiagnostiziert und unterdiagnostiziert, eine sorgfältige Diagnostik ist wichtig
5 Kosten und Zugang
Gespräche und Untersuchungen in Praxen und Kliniken sind Kassenleistungen, wenn sie medizinisch notwendig sind. Termine vermittelt auch die Terminservicestelle der Kassenärztlichen Vereinigung (116 117).
6 Tipps
- Berichte von Schule und Kita sammeln, Zeugnisse mitbringen
- Beobachtungen konkret festhalten: wann, wo, wie oft
- Das Kind ohne Vorwürfe auf den Termin vorbereiten
7 Quellen
- S3-Leitlinie ADHS bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen (AWMF-Register Nr. 028-045)
- Internationale Klassifikation der Krankheiten (ICD), Weltgesundheitsorganisation
- Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie (DGKJP)