Zitat⚠️ Dieser Artikel ersetzt keine ärztliche oder therapeutische Beratung.
Letzte Prüfung: 01.11.2026
1 Kurzüberblick
Albträume sind häufig, werden aber zur Störung, wenn sie oft auftreten, sehr belastend sind und den Schlaf und das Befinden deutlich beeinträchtigen. Sie treten häufig nach traumatischen Erlebnissen auf.
2 Symptome
- wiederholte, sehr lebhafte, bedrohliche Träume
- Erwachen aus dem Traum mit Angst und klarer Erinnerung
- Angst vor dem Einschlafen, Schlafvermeidung
- Müdigkeit und Beeinträchtigung am Tag
- oft im Zusammenhang mit Trauma, Stress, Medikamenten oder Substanzen
3 Ursachen und Risikofaktoren
- Dauerstress und Anspannung
- Grübeln und Sorgen über den Schlaf
- ungünstige Schlafgewohnheiten und unregelmäßige Zeiten
- körperliche Erkrankungen, Substanzen (Koffein, Alkohol), psychische Erkrankungen
4 Diagnostik
- Schlaftagebuch über ein bis zwei Wochen
- Fragebögen und körperliche Untersuchung
- Abklärung körperlicher Ursachen wie Schlafapnoe
- bei Verdacht Untersuchung im Schlaflabor
5 Behandlung
- Imagery-Rehearsal-Therapie: Der Albtraum wird tagsüber positiv umgeschrieben und geübt
- Behandlung einer zugrunde liegenden PTBS, Angst oder Depression
- Überprüfung von Medikamenten und Substanzen, die Albträume auslösen
- Entspannung und Schlafhygiene
6 Verlauf und Prognose
Albträume lassen sich oft gut behandeln, auch wenn sie lange bestanden haben.
7 Tipps für Angehörige
- Ruhe und feste Zeiten im Haushalt unterstützen, ohne Druck zu machen
- Nicht ständig nach dem Schlaf fragen
- Gemeinsam Abendrituale gestalten
- Bei Schlafproblemen früh ärztlichen Rat suchen
8 Hilfe im Notfall
- Akute Gefahr oder Notfall: Notruf 112
- Telefonseelsorge: 0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222 (kostenlos, rund um die Uhr)
- Ärztlicher Bereitschaftsdienst: 116 117
9 Quellen
- S3-Leitlinie Nicht erholsamer Schlaf / Schlafstörungen (AWMF-Register Nr. 063-001)
- Internationale Klassifikation der Krankheiten (ICD), Weltgesundheitsorganisation
- Deutsche Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM)