Zitat⚠️ Dieser Artikel gibt allgemeine Informationen und ersetzt keine ärztliche oder therapeutische Hilfe. In akuter Gefahr wähle sofort den Notruf 112.
Letzte Prüfung: 01.11.2026
Hinweis: Dieser Artikel spricht Suizidgedanken an. Er beschreibt keine Methoden. Bei akuter Gefahr: Notruf 112.
1 Worum geht es?
Wenn ein Mensch von Suizidgedanken erzählt, ist das ein Vertrauensbeweis. Direktes Nachfragen löst keinen Suizid aus. Es ist der wichtigste erste Schritt.
2 Woran du es erkennst
- Äußerungen wie „Ich kann nicht mehr“, „Ihr wärt ohne mich besser dran“
- plötzlicher Rückzug, Verschenken von Dingen
- ungewöhnliche Ruhe nach Phasen der Verzweiflung
- Hinweise auf Pläne oder Zugang zu Mitteln
3 Was du jetzt tun kannst
- Ruhig bleiben, zuhören, Gefühle ernst nehmen
- Direkt fragen: „Denkst du daran, dir das Leben zu nehmen?“
- Bei der Person bleiben, nicht allein lassen
- Professionelle Hilfe holen, bei Gefahr 112 wählen
- Zugang zu gefährlichen Mitteln erschweren
4 Was du besser vermeidest
- Das Thema abtun oder Vorwürfe machen
- Versprechen, Geheimnisse zu bewahren
- Allein verantwortlich sein wollen
- Diskutieren, ob das Leben „lebenswert“ ist
5 Danach
- Nachsorge unterstützen
- eigene Gefühle ernst nehmen
- Sich selbst Hilfe holen, z. B. Telefonseelsorge
6 Hilfe rund um die Uhr
- Notruf: 112
- Ärztlicher Bereitschaftsdienst: 116 117
- Telefonseelsorge: 0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222 (kostenlos, rund um die Uhr)
- Nummer gegen Kummer (Kinder und Jugendliche): 116 111
- Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen: 116 016
- Info-Telefon Depression: 0800 33 44 533
7 Quellen
- Nationales Suizidpräventionsprogramm für Deutschland (NaSPro)
- Deutsche Gesellschaft für Suizidprävention
- Internationale Klassifikation der Krankheiten (ICD), Weltgesundheitsorganisation