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Sonntag: 01 November 2026
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    1. Selbsthilfeforum für psychische Erkrankungen | Seelenfarben
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    Begriffe von A bis Z (Glossar)

    • Shalin
    • 1. November 2026 um 00:53
    • 1. November 2026 um 00:56
    • 9 mal gelesen
    • Eintrag
    • Bewertungen 0
    • Das Glossar erklärt häufige Fachbegriffe rund um psychische und körperliche Erkrankungen, Therapie und Medikamente von A bis Z in einfacher Sprache.

      Zitat

      ⚠️ Dieses Glossar erklärt Begriffe in einfachen Worten. Es ersetzt keine ärztliche oder therapeutische Beratung.

      Letzte Prüfung: 01.11.2026

      1 A

      Affekt: Gefühlslage oder Stimmung eines Menschen, etwa traurig, gereizt oder gehoben.

      Agoraphobie: Angst vor Situationen oder Orten, aus denen eine Flucht schwierig oder Hilfe unerreichbar scheint, zum Beispiel Menschenmengen, Busse oder weite Plätze.

      Akathisie: quälende innere Unruhe mit starkem Bewegungsdrang, eine mögliche Nebenwirkung mancher Medikamente.

      Anamnese: die Krankengeschichte, die in einem ersten Gespräch erhoben wird.

      Antidepressiva: Medikamente, die vor allem bei Depression und Angsterkrankungen eingesetzt werden.

      Antipsychotika: Medikamente, die vor allem bei Psychosen und Manien wirken (auch Neuroleptika genannt).

      Approbation: die staatliche Zulassung für Ärztinnen, Ärzte, Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten.

      2 B

      Benzodiazepine: beruhigende und angstlösende Medikamente mit Abhängigkeitsrisiko, nur kurzzeitig gedacht.

      Bipolare Störung: Erkrankung mit Wechsel zwischen depressiven Phasen und Phasen gehobener oder gereizter Stimmung (früher manisch-depressiv).

      Borderline-Störung: Erkrankung mit starken Gefühlsschwankungen, instabilen Beziehungen und Impulsivität (emotional instabile Persönlichkeitsstörung).

      Burn-out: Zustand tiefer Erschöpfung durch anhaltende berufliche Überlastung. Es ist keine eigenständige Krankheitsdiagnose, kann aber zu Depression führen.

      3 C, D

      Craving: starkes, oft schwer kontrollierbares Verlangen nach einer Substanz.

      DBT: Dialektisch-Behaviorale Therapie, ein Verfahren vor allem bei Borderline-Störung.

      Delir: akute Verwirrtheit mit Bewusstseinsschwankungen, häufig durch körperliche Ursachen oder Entzug. Ein Notfall.

      Dissoziation: Abspaltung von Wahrnehmung, Erinnerung oder Gefühlen, etwa das Gefühl, neben sich zu stehen.

      Dysthymie: leicht bis mittelschwere, aber jahrelang anhaltende depressive Verstimmung.

      4 E, F

      EKT: Elektrokonvulsionstherapie, ein Verfahren bei schwerer Depression, durchgeführt in Narkose.

      EMDR: Methode zur Verarbeitung belastender Erinnerungen, vor allem bei Trauma.

      Exposition: therapeutische Übung, bei der man sich gefürchteten Situationen schrittweise stellt.

      Fatigue: anhaltende, tiefe Erschöpfung, die sich durch Ruhe kaum bessert.

      Flashback: plötzliches, intensives Wiedererleben eines traumatischen Ereignisses.

      5 G, H

      GdB: Grad der Behinderung, ein Maß von 20 bis 100 für die Auswirkungen einer Erkrankung.

      Halluzination: Wahrnehmung ohne äußeren Reiz, zum Beispiel Stimmen hören oder Dinge sehen, die andere nicht wahrnehmen.

      Hypomanie: mildere Form der Manie mit gehobener Stimmung und erhöhtem Antrieb.

      6 I, K

      ICD: Internationale Klassifikation der Krankheiten der Weltgesundheitsorganisation, das Verzeichnis, nach dem Diagnosen verschlüsselt werden.

      Insomnie: anhaltende Ein- oder Durchschlafstörung mit Folgen am Tag.

      Katatonie: Zustand mit auffälligen Bewegungs- und Verhaltensmustern, etwa starrer Haltung oder starker Unruhe.

      Komorbidität: gleichzeitiges Bestehen mehrerer Erkrankungen.

      KVT: Kognitive Verhaltenstherapie, ein häufig eingesetztes Psychotherapieverfahren.

      7 L, M

      Leitlinie: wissenschaftlich begründete Empfehlung zur Diagnostik und Behandlung einer Erkrankung.

      Manie: Phase mit stark gehobener oder gereizter Stimmung, sehr hohem Antrieb und vermindertem Schlafbedarf.

      MDK / Medizinischer Dienst: Stelle der Kranken- und Pflegekassen, die über Pflegegrade und medizinische Fragen begutachtet.

      8 P

      Panikattacke: plötzlicher, heftiger Angstanfall mit körperlichen Beschwerden wie Herzrasen und Atemnot.

      PHQ-9: kurzer Fragebogen zur Einschätzung depressiver Beschwerden.

      Phobie: übermäßige Angst vor einem bestimmten Objekt oder einer Situation.

      PIA: Psychiatrische Institutsambulanz, ambulantes Angebot einer Klinik für Menschen mit schweren oder chronischen Erkrankungen.

      Psychoedukation: strukturierte Aufklärung über Erkrankung, Behandlung und Selbsthilfe.

      Psychose: Zustand, in dem der Bezug zur Wirklichkeit zeitweise gestört ist, zum Beispiel durch Wahn oder Halluzinationen.

      PTBS: Posttraumatische Belastungsstörung, Folge eines sehr belastenden Ereignisses.

      9 R, S

      Reha: medizinische Rehabilitation, mehrwöchige Behandlung zur Wiederherstellung von Gesundheit und Teilhabe.

      Remission: deutliches Nachlassen oder Verschwinden der Krankheitszeichen.

      Rezidiv: Wiederauftreten einer Erkrankung nach einer beschwerdefreien Zeit (Rückfall).

      S3-Leitlinie: Leitlinie der höchsten Qualitätsstufe mit systematischer Evidenzauswertung und Expertenkonsens.

      Somatoform: körperliche Beschwerden, die nicht ausreichend durch eine körperliche Erkrankung erklärt werden. Die Beschwerden sind real.

      SSRI: selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer, eine häufige Antidepressiva-Gruppe.

      Suizidalität: Gedanken, Pläne oder Handlungen, sich das Leben zu nehmen.

      10 T, V, W, Z

      Tagesklinik: Behandlung tagsüber auf einer Station, abends und am Wochenende zu Hause.

      Trauma: seelische Verletzung durch ein überwältigendes Ereignis.

      Trigger: Reiz, der belastende Erinnerungen oder Symptome auslöst.

      Vulnerabilität: Verletzlichkeit oder Anfälligkeit für eine Erkrankung.

      Wahn: feste Überzeugung, die nicht der Wirklichkeit entspricht und trotz Gegenbeweisen bestehen bleibt.

      Zwang: aufdringliche Gedanken oder Handlungen, die man gegen den eigenen Willen immer wieder denken oder ausführen muss.

      11 Quellen

      • Internationale Klassifikation der Krankheiten (ICD), Weltgesundheitsorganisation
      • S3-Leitlinien der AWMF zu den jeweiligen Erkrankungen
      • Patienteninformationen der Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK)
    Derzeit sind keine Bewertungen für diesen Eintrag vorhanden.

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    Inhaltsverzeichnis

    • 1 A
    • 2 B
    • 3 C, D
    • 4 E, F
    • 5 G, H
    • 6 I, K
    • 7 L, M
    • 8 P
    • 9 R, S
    • 10 T, V, W, Z
    • 11 Quellen

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