Zitat⚠️ Dieser Artikel erklärt Verfahren allgemein und ersetzt keine ärztliche oder psychotherapeutische Beratung. Eine Diagnose stellen nur Fachleute nach einer persönlichen Untersuchung.
Letzte Prüfung: 01.11.2026
1 Worum geht es?
Ein Arztbrief fasst eine Behandlung zusammen: Diagnosen, Vorgeschichte, Befunde, Therapie und Empfehlungen. Du hast Anspruch auf Kopien und auf Erklärungen.
2 Wann wird das eingesetzt?
- nach Klinikaufenthalten und Spezialuntersuchungen
- bei Anträgen auf Reha, Rente oder Schwerbehinderung
3 So läuft es ab
- Aufbau: Diagnosen (mit ICD-Codes), Anamnese, Befunde, Therapie und Verlauf, Empfehlung, Medikation
- Häufige Abkürzungen: V. a. (Verdacht auf), Z. n. (Zustand nach), DD (Differenzialdiagnose), ED (Erstdiagnose)
- Medikamente stehen mit Wirkstoffnamen, Handelsnamen und Hinweisen
- Bei Unklarheiten in der Praxis nachfragen oder die Hausarztpraxis um Erklärung bitten
4 Aussagekraft und Grenzen
- Arztbriefe richten sich an Fachleute und können hart klingen
- Diagnosen im Arztbrief sind nicht endgültig
- Fehler im Bericht kannst du ansprechen und korrigieren lassen
5 Kosten und Zugang
Du hast Anspruch auf eine Kopie deiner Unterlagen. Für Kopien dürfen Kosten berechnet werden. Hausarztpraxen erklären Berichte im Gespräch.
6 Tipps
- Frag nach einer Kopie und lass dir Begriffe erklären
- Hebe Berichte gut auf und sortiere sie nach Datum
- Bei Fehlern bitte um Berichtigung
7 Quellen
- Internationale Klassifikation der Krankheiten (ICD), Weltgesundheitsorganisation
- Bürgerliches Gesetzbuch (§ 630g, Einsichtnahme in die Patientenakte)
- Bundesärztekammer: Informationen zu ärztlicher Dokumentation