Zitat⚠️ Dieser Artikel erklärt Verfahren allgemein und ersetzt keine ärztliche oder psychotherapeutische Beratung. Eine Diagnose stellen nur Fachleute nach einer persönlichen Untersuchung.
Letzte Prüfung: 01.11.2026
1 Worum geht es?
Die Diagnose einer Demenz stützt sich auf Gespräch, Tests, körperliche Untersuchung, Blutwerte und Bildgebung. Gleichzeitig wird nach behandelbaren Ursachen gesucht, etwa Depression, Vitamin-B12-Mangel, Schilddrüsenstörungen oder Medikamentenwirkungen.
2 Wann wird das eingesetzt?
- bei Gedächtnisverlust, Orientierungsproblemen oder Veränderungen von Verhalten und Persönlichkeit
- bei Sorgen von Angehörigen
3 So läuft es ab
- Gespräch mit Betroffenen und Angehörigen, Fremdanamnese
- Tests (z. B. MMST, MoCA, DemTect, Uhrentest) und neuropsychologische Testung
- Blutwerte, MRT oder CT, bei Bedarf Liquor- und Biomarkeruntersuchung
- Besprechung der Diagnose, Beratung zu Behandlung, Pflege und Vorsorge
4 Aussagekraft und Grenzen
- Eine frühe Demenz ist schwer zu erkennen
- Die Unterscheidung der Demenzformen braucht Erfahrung
- Die Diagnose belastet und braucht Begleitung
5 Kosten und Zugang
Gespräche und Untersuchungen in Praxen und Kliniken sind Kassenleistungen, wenn sie medizinisch notwendig sind. Termine vermittelt auch die Terminservicestelle der Kassenärztlichen Vereinigung (116 117).
6 Tipps
- Eine vertraute Person mitnehmen
- Beispiele aus dem Alltag aufschreiben
- Medikamentenliste mitbringen und Fragen vorbereiten
7 Quellen
- S3-Leitlinie Demenzen (AWMF-Register Nr. 038-013)
- Internationale Klassifikation der Krankheiten (ICD), Weltgesundheitsorganisation
- Deutsche Alzheimer Gesellschaft e. V.