Zitat⚠️ Dieser Artikel erklärt Verfahren allgemein und ersetzt keine ärztliche oder psychotherapeutische Beratung. Eine Diagnose stellen nur Fachleute nach einer persönlichen Untersuchung.
Letzte Prüfung: 01.11.2026
1 Worum geht es?
Bei der Polysomnographie werden Hirnströme, Augenbewegungen, Muskelspannung, Atmung, Herzschlag und Sauerstoff gemessen. Es wird in einem Schlaflabor oder zu Hause mit einfacheren Geräten untersucht.
2 Wann wird das eingesetzt?
- bei Verdacht auf Schlafapnoe, Narkolepsie oder Schlafwandeln
- bei anhaltender Tagesmüdigkeit trotz ausreichendem Schlaf
- bei Schlafstörungen, die auf Behandlung nicht ansprechen
3 So läuft es ab
- Anreise am Abend, Anlegen der Sensoren und Schlaf im Labor
- Aufzeichnung der ganzen Nacht, morgens Auswertung
- Befund und Behandlungsempfehlung, z. B. Atemmaske bei Schlafapnoe
4 Aussagekraft und Grenzen
- Der Schlaf im Labor kann anders sein als zu Hause
- Eine Nacht zeigt nicht immer das Gesamtbild
5 Kosten und Zugang
Untersuchungen mit medizinischer Notwendigkeit sind Kassenleistungen. Sie werden über die Haus- oder Facharztpraxis veranlasst, teils mit Überweisung.
6 Tipps
- Alltagsmedikamente und Schlafgewohnheiten vorher besprechen
- Eigene Kleidung und gewohnte Rituale mitbringen
7 Quellen
- Internationale Klassifikation der Krankheiten (ICD), Weltgesundheitsorganisation
- S3-Leitlinien der AWMF zur jeweiligen Erkrankung
- Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN)