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    1. Selbsthilfeforum für psychische Erkrankungen | Seelenfarben
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    Kokain- und Amfetaminabhängigkeit (Stimulanzien)

    • Shalin
    • 1. November 2026 um 02:05
    • 3 mal gelesen
    • Eintrag
    • Bewertungen 0
    • Die Abhängigkeit von aufputschenden Substanzen wie Kokain, Amfetamin und Methamphetamin ist durch starkes Verlangen und gesundheitliche Folgen gekennzeichnet.

      Zitat

      ⚠️ Dieser Artikel ersetzt keine ärztliche oder therapeutische Beratung.

      Letzte Prüfung: 01.11.2026

      Hinweis: Dieser Artikel spricht Substanzkonsum und Abhängigkeit an.

      1 Kurzüberblick

      Stimulanzien machen vor allem psychisch abhängig. Der Konsum belastet Herz, Gehirn und Psyche und kann zu Psychosen führen. Der Entzug ist weniger körperlich gefährlich, aber seelisch belastend.

      2 Symptome

      • starkes Verlangen, Phasen intensiven Konsums mit wenig Schlaf und Appetit
      • Euphorie, Gereiztheit, Misstrauen, Unruhe
      • Absturz mit Erschöpfung, Niedergeschlagenheit und Suizidgedanken nach dem Konsum
      • Herzrasen, Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Folgen
      • Psychosen bei hohem oder langem Konsum

      3 Ursachen und Risikofaktoren

      • Wirkung und Verfügbarkeit der Substanz oder des Verhaltens, Veränderung des Belohnungssystems im Gehirn
      • Person: erbliche Einflüsse, früher Konsumbeginn, Stressbewältigung, psychische Erkrankungen (Konsum als Selbstbehandlung)
      • Umfeld: Verfügbarkeit, Gruppendruck, belastende Lebensumstände

      4 Diagnostik

      • Gespräch über Konsum, Folgen und Entzug, ohne Verurteilung
      • Screening-Fragebögen (z. B. AUDIT bei Alkohol)
      • körperliche Untersuchung und Laborwerte, um Folgeschäden und Entzugsrisiken einzuschätzen
      • Prüfung weiterer psychischer Erkrankungen (Doppeldiagnose)

      5 Behandlung

      • Psychotherapie, besonders Verhaltenstherapie mit Rückfallvorbeugung und Belohnungssystemen
      • Entzug und Behandlung in Klinik bei schweren Folgen
      • Behandlung von Depression, Psychosen und körperlichen Folgen
      • Suchtberatung und Selbsthilfe

      6 Verlauf und Prognose

      Mit Behandlung gelingt vielen der Ausstieg. Rückfälle kommen vor, besonders in den ersten Monaten.

      7 Tipps für Angehörige

      • Sorgen ehrlich und ohne Vorwurf ansprechen
      • Konsum nicht decken, entschuldigen oder Folgen abnehmen
      • Klare Grenzen setzen und einhalten
      • Auf Co-Abhängigkeit achten und eigene Hilfe holen, zum Beispiel bei Suchtberatungsstellen oder Angehörigengruppen

      8 Hilfe im Notfall

      • Akute Gefahr oder Notfall: Notruf 112
      • Bei Brustschmerz, Atemnot, Krampfanfällen, starker Verwirrtheit oder Überhitzung: sofort 112
      • Telefonseelsorge: 0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222 (kostenlos, rund um die Uhr)
      • Ärztlicher Bereitschaftsdienst: 116 117

      9 Quellen

      • S3-Leitlinie Alkoholbezogene Störungen (AWMF-Register Nr. 076-001)
      • Internationale Klassifikation der Krankheiten (ICD), Weltgesundheitsorganisation
      • Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen (DHS)
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    Inhaltsverzeichnis

    • 1 Kurzüberblick
    • 2 Symptome
    • 3 Ursachen und Risikofaktoren
    • 4 Diagnostik
    • 5 Behandlung
    • 6 Verlauf und Prognose
    • 7 Tipps für Angehörige
    • 8 Hilfe im Notfall
    • 9 Quellen

    Kategorien

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