Zitat⚠️ Medikamente nie eigenmächtig ändern oder absetzen. Bitte immer Rücksprache mit Ärztin oder Arzt halten. Dieser Artikel nennt bewusst keine Dosierungen.
Letzte Prüfung: 01.11.2026
1 Wirkstoff und Handelsnamen
Wirkstoff Zotepin (zweite Generation). Beispiel für einen früheren Handelsnamen: Nipolept. In Deutschland nicht mehr im Handel.
Die Verfügbarkeit einzelner Präparate kann wechseln. Aktuelle Informationen bieten die Rote Liste und die Apotheke.
2 Wirkstoffgruppe
Antipsychotikum (zweite Generation). Dieser Wirkstoff ist in Deutschland nicht, nicht mehr oder nur eingeschränkt im Handel. Der Eintrag dient der Information und ersetzt nicht die Fachinformation des jeweiligen Landes.
3 Anwendungsgebiete
- Schizophrenie und andere Psychosen, je nach Zulassung im jeweiligen Land
Zulassung und Anwendungsgebiete können sich je nach Präparat unterscheiden. Maßgeblich sind die Fachinformation und die ärztliche Verordnung.
4 Wirkweise
Wirkweise entsprechend der zugehörigen Wirkstoffgruppe. Genauere Angaben stehen in den Fachinformationen der Länder, in denen das Präparat zugelassen ist.
5 Häufige Nebenwirkungen
- Die Nebenwirkungen entsprechen im Wesentlichen denen der zugehörigen Wirkstoffgruppe (z. B. Bewegungsstörungen, Gewichtszunahme, Müdigkeit, Herzrhythmus).
- Genaue Angaben nennt die Fachinformation des jeweiligen Landes.
Wichtig: Bei Fieber, ausgeprägter Muskelsteifigkeit und Verwirrtheit sofort ärztliche Hilfe holen (selten: malignes neuroleptisches Syndrom). Gewicht, Blutzucker, Blutfette, Blutdruck, EKG und Blutbild werden ärztlich regelmäßig kontrolliert. Bei älteren Menschen mit Demenz erhöhen Antipsychotika das Risiko für Schlaganfall und Todesfälle. Der Einsatz erfolgt dort nur nach strenger Abwägung und zeitlich begrenzt.
6 Wechselwirkungen
- Wechselwirkungen entsprechend der Wirkstoffgruppe, zum Beispiel mit Alkohol, dämpfenden Mitteln und QT-verlängernden Mitteln. Immer ärztlich abklären lassen.
7 Absetzen
Antipsychotika nicht ohne Absprache absetzen. Abruptes Absetzen kann Absetzsymptome (Unruhe, Schlafstörungen, Übelkeit, Bewegungsstörungen) oder einen Rückfall der Erkrankung auslösen. Die Leitlinie empfiehlt zur Vorbeugung nach einer ersten Episode in der Regel mindestens ein Jahr Fortführung, nach mehreren Episoden meist deutlich länger. Wenn Nebenwirkungen zum Absetzen drängen, zuerst das Gespräch suchen: Oft helfen ein Wechsel des Wirkstoffs oder eine Anpassung. Das Absetzen immer schrittweise und gemeinsam mit der behandelnden Praxis planen.
8 Quellen
- S3-Leitlinie Schizophrenie (AWMF-Register Nr. 038-009)
- Fachinformation und Gebrauchsinformation des jeweiligen Präparats
- Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM)
- Rote Liste